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Version 8. Februar 2018

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EINSATZ DER MITTEL (1993–2015)

Die Einnahmen des Vereins Pro Phalombe zwischen 1993 bis 2015 betrugen über 1,7 Million Schweizer Franken. Mit diesen Mitteln wurden verschiedene Projekte realisiert, wobei ca. CHF 400 000.– auf medizinische Not- und Grundversorgung entfallen, CHF 93 000 in die Mitarbeiter-Ausbildung investiert und ca. CHF 1 Mio für Infrastrukturprojekte aufgewendet wurden.

Im Bereich Infrastruktur war die Mitfinanzierung des Entwicklungsplans die Grundlage für die Arbeiten in den vergangenen Jahren und für die Zukunft. Direkte Folgeleistungen waren die Wasserbohrungen und die Erneuerung der Elektrizität im Spital – beides waren grundlegend notwendige Projekte für die Versorgung des Spitals. Zudem wurden in den letzten Jahren ein Kindersaal und ein Operationstrakt neu gebaut und die Patientensäle renoviert.

Bei der medizinischen Versorgung sind zwei Schwerpunkte zu erwähnen:
Medikamente
die im Land nicht erhältlich sind, werden bei verschiedenen europäischen Organisationen bestellt, die speziell an Hilfsorganisationen liefern. Die Preise der Medikamente sind bei diesen Organisationen um ein Vielfaches tiefer als die bei uns handelsüblichen Preise (z.T. mehrere hundert Prozent), so dass bereits mit limitierten Mitteln die Versorgung für mehrere Wochen oder Monate sichergestellt werden kann. Es ist Pro Phalombe auch mehrfach gelungen, Medikamente im Wert von mehreren zehntausend Franken gratis zu beziehen und nach Phalombe zu senden. Diese Beträge werden in unseren Büchern nicht geführt.

Spitalgeräte sind ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Hilfeleistungen, wobei darauf geachtet werden muss, dass diese leicht zu reparieren sind. Auch hier wird nach Möglichkeit im Land selbst bestellt. In einigen Fällen sind jedoch die benötigten Instrumente nicht erhältlich oder derart teuer, dass sie aus Europa geliefert werden müssen.

Oftmals sind die Transporte ein Problem. Medikamente und Geräte per Schiff zu schicken ist ein Risiko, da sie feucht werden, an einem der vielen Grenzübergänge liegenbleiben und in der Hitze verderben können oder überhaupt zu lange unterwegs sind. Deshalb ist der vergleichsweise teurere Lufttransport die einzige Möglichkeit, wobei wir auch hier von den günstigen Konditionen der Medikamenten-Lieferfirmen und Airlines profitieren können.

Verwaltungskosten werden von Pro Phalombe so tief wie möglich gehalten. Die finanziellen Aufwendungen für Werbung werden auf das Notwendigste beschränkt, ebenso die Posttaxen und Bankspesen. Die Mitglieder des Vorstandes arbeiten ehrenamtlich. Reisen nach Phakombe werden privat und nicht über die Vereinskasse finanziert. Die durchschnittlichen Aufwendungen für Verwaltung und Werbung zwischen 1993 und 2015 betrugen 3,5%!

Ausblick in die Zukunft

Das Spital ist noch weit davon entfernt, selbständig funktionieren zu können. Dazu fehlen dem Land und dem Spital die finanziellen Mittel, um weitere dringend benötigte Verbesserungen zu verwirklichen.

Der Verein wird auch weiterhin versuchen, andere Organisationen auf Malawi aufmerksam zu machen, um gemeinsam das Spital Phalombe einen zusätzlichen Schritt weiterzubringen.